Reit im Winkl

Am Mittwochmorgen wurde ich gegen 4.40 Uhr wach, der Wecker wäre eh um 5 Uhr losgegangen und somit stand ich gleich auf. Nach meiner Morgenroutine mit Katzenwäsche, Frühstück usw. telefonierte ich noch mit Rita, sagte ihr, welche Route ich heute nehmen werde, damit sie im Bilde ist. Auch sendete ich ihr die Routenplanung. 

Um 07:00 Uhr verließ ich den Parkplatz am Festplatz in Hohenaschau und fuhr nun nach Reit im Winkl.

Gegen 07:45 Uhr war ich in Reit im Winkl angekommen. Ich parkte beim Freibad. Dieser Parkplatz ist zwar auch gebührenpflichtig (alle Parkplätze in Reit im Winkl, die ich gefunden habe, sind gebührenpflichtig) es stand  keiner dort und ich hatte freie Platzwahl.

In der Region Chiemgau sind sie auf jeden Fall modern, was das Bezahlen der Parkgebühren angeht, als bei uns in der Region. Man kann auch hier per App die Gebühren bezahlen.

Dieses Mal ist es ein anderer App-Anbieter, also muss ich mir die App erstmal installieren.

In wenigen Schritten ist die App eingerichtet, wunderbar. Man zahlt die Gebühren per Rechnung. Die Parkgebühren betragen 2,-Euro für 2 Stunden (Mindestgebühr), 4 Stunden 4,-Euro und Tageskarte max. 12 Stunden 5,-Euro. Wohnmobile dürfen in der Zeit von 20:00 bis 08:00 Uhr nicht parken.

Nur gut, dass wir kein Wohnmobil haben 🙂

Parkplatz in Reit im Winkl
Mein Parkplatz in Reit im Winkl

Wanderung zum Taubensee

Um 08:00 Uhr war ich dann auch so weit, dass ich meine heutige Wanderung starten konnte. Es sollte zum Taubensee gehen. Diesen kann man entweder so, wie ich, von Reit im Winkl, das ist die längere Strecke oder von Schleching aus gehen.

Es geht vorbei am Kurpark, Richtung Kirche. Dann geht es auch schon rauf zur Krieger-Gedächtniskapelle. Dort geht es recht steil rauf auf den Hausbachfallsteig (etwas ausgesetzt, Drahtseilsicherung). Dann durch ein schönes Waldstück bis ich auf einen Forstweg kam, dort weiter bis zur Glapfalm. Weiter über schöne Wege auf die Stoibenmöseralm, die wie natürlich alle schon wissen, geschlossen ist.

Ab hier ging auch wieder der Schnee los. Ich wollte doch heute eine Bergwanderung ohne Schnee gehen!  Deswegen hatte ich mir diese Tour eigentlich ausgesucht, weil die Stoibenmöseralm mit 1279 m die höchste Erhebung auf dieser Wanderung ist und ich dachte, es gehe erst weiter oben mit dem Schnee los. Aber egal, jetzt bin ich hier, jetzt gehe ich auch weiter. 

Es ist nicht so wie gestern eine geschlossene Schneedecke, sondern nur vereinzelte Schneefelder, die ich durchqueren musste.

Da es heute ziemlich heiß war, es hatte hier oben bestimmt 16 Grad, schmolz der Schnee und man sank ganz schön ein. Ab Mittag war ich nur noch mit T-Shirt unterwegs 🙂

Von der Stoibenmöseralm geht es nun bergab zum Taubensee.

Den Taubensee nennt man auch das “Auge der Chiemgauer Alpen”. Am Taubensee angekommen, machte ich erstmal eine Pause und genoss die Sonne und die Ruhe. 

Meine Wanderung führte mich einmal um den Taubensee, wobei ich laut Karte auf dem Rückweg in Österreich laufe. Hoffentlich muss ich jetzt nicht in Quarantäne. 🙂

Nun geht es rauf auf den Sonnenwendköpfl 1279 m, hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Tiroler Alpen. Dort oben befinden sich zahlreiche Sitzgelegenheiten, diese laden zum Verweilen ein.

Weiter auf dem Wanderweg, der mit einer rot-weiß-roten Markierung gut ausgeschildert ist, komme ich zur Sauermöseralm. Ab dort ging ich für eine Weile den gleichen Weg wieder zurück, den ich beim Aufstieg gegangen bin.

Kurz vor der Glapfalm ging es für mich jetzt geradeaus weiter, ansonsten wäre ich den Rückweg komplett wieder so zurückgegangen, wie der Hinweg war. Das wollte ich aber vermeiden.

Also geradeaus. Den Hinweisschild Richtung “Reit im Winkl Dorf” folgen.

Auf den Weg nach Reit in Winkl passierte ich noch die Hutzenalm und Birnbach, bis ich schließlich am anderen Ende von Reit im Winkl rauskam. 

Hutzenalm

Ich schlenderte noch ein wenig durch Reit in Winkl, vorbei am “Kuhstall”, das Restaurant von Maria Hellwig (für Volksmusikliebhaber ein bekannter Name).

Dann stand ich wieder am Freibad beim Camper.

Tolle Wanderung von 6 Stunden und 18 Kilometern.

Nachdem ich mich kurz bei einem Kaffee erholt hatte, holte ich das Laptop vor.

Videos und Fotos sichern. WICHTIG!

Habe dann auch gleich angefangen, die letzte Wanderung für Morgen zu planen. Denn am Donnerstag endete meine Soloreise mit dem Camper durch die Chiemgauer Alpen.

Weiterfahrt Richtung Inzell

Den Parkplatz in Reit in Winkl hatte ich gegen 17:30 Uhr verlassen und bin Richtung Inzell gefahren. Denn ich wollte am Donnerstag noch auf die “Stoiseralm” gehen.

In der Nähe von Inzell hatte ich dann einen schönen, ruhigen und einsamen Parkplatz gefunden, wo ich am Donnerstag früh gleich meine Wanderung auf die “Stoiseralm” beginnen konnte.

Am nächsten Morgen gegen 7 Uhr bin ich dann zu meiner letzten Wanderung aufgebrochen.

Wanderung auf den Teisenberg

Was ich bereits vermutet hatte, bestätigte sich nach ca. 30 Minuten wandern. Diese Tour konnte mit den letzten zwei Bergtouren landschaftlich nicht mithalten. Auch spielte das Wetter diesmal nicht mit. Es war sehr stark bewölkt und im Gegensatz zu Mittwoch kalt. Es könnte jederzeit zu regnen anfangen.

Der Aufstieg zog sich in die Länge und man geht überwiegend auf einer breiten Forststraße durch einen Fichtenwald. Dieser gibt hin und wieder die Sicht auf Inzell und die Berge Richtung Ruhpolding frei.

Kurz vor dem Gipfel auf den “Teisenberg”, der auf 1333 Meter liegt, drehte ich um. Der Weg wurde  immer eisiger und das Wetter spielte überhaupt nicht mehr mit. Es war kalt und es herrschte ein eisiger Wind. Der Abstieg ins Tal war sehr angenehm, nicht steil. Es kamen mir sehr viele Mountainbiker entgegen, die gerade den Berg rauf fuhren. Ich möchte nicht wissen, wie es ist, wenn das Wetter schön ist. Dann muss man vermutlich als Wanderer aufpassen, dass man nicht über den Haufen gefahren wird.

Schutzhütte
Bäckeralm

Gegen Mittag und 17 Kilometer Fußmarsch, bin ich wieder bei unserem Camper auf dem Parkplatz angekommen. Nun noch schnell den Wanderrucksack* ausräumen und verstauen. Dann machte ich mich schon auf die Heimfahrt und freute mich auf ein Wiedersehen mit Rita und Fly.

Ich muss sagen, das war einer der besten Entscheidungen, die ich in den letzten Wochen getroffen habe. Diese Woche in die Chiemgauer Alpen zum Wandern zu fahren, war eine tolle Idee. Das Wetter war bis auf Donnerstag super, es war nichts los und ich vergaß für ein paar Tage die Corona-Pandemie. Herrlich. 

Empfohlene Wanderkarten

Wandergenuss Chiemgau und Berchtesgaden*:

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