Sachrang:

Am Montag früh bin ich dann um 04:30 Uhr aufgestanden. 

Bis ich aufbreche, das dauert oft 2 Stunden. Gerade im Camper dauert das ganze Herrichten des Frühstücks oft viel länger als zu Hause. Man hat ja keine Kaffeemaschine, die man nur einschalten muss. Ich mache mir im Camper immer eine Kanne mit frisch aufgebrühten Filterkaffee. Das kann dann schon mal 20 Minuten dauern.

Dann müssen ja noch Äpfel, Banane, Weintrauben und Erdbeeren für mein Müsli geschnitten werden.

Geigelstein:

Frisch gestärkt machte ich mich dann um 06:30 Uhr auf dem Weg Richtung Geigelstein. Ziemlich zapfig war es an diese Morgen noch. Ohne Mütze und Handschuhe ging gar nichts.

Wandermarkierung

Der erste Anstieg hatte es gleich mal in sich. In kürzester Zeit überwindet man ca. 400 Höhenmeter.

Danach geht es auf einen Forstweg weiter leicht bergan.

Jetzt war ich vielleicht auf 900 Meter Höhe und rechts und links waren noch Schneereste zu sehen. Na ja, dachte ich mir, wenn es nicht mehr wird. Aber nach ca. 30 Minuten war der Forstweg weiß und eisig. Shit. Aber mit Stöcken und Umsicht geht es noch. Nach ca. 200 Meter war wieder alles frei und somit konnte ich die Wanderung gut gelaunt fortsetzen.

So ging es dann immer im Wechsel so weiter für ca. 2 Stunden. Immer wieder kamen Schneefelder, die überwunden werden mussten.

Schneefeld auf dem Geigelstein

Prienerhütte:

Bis zur Prienerhütte ging es dann so weiter, diese steht auf ca. 1500 Meter Höhe. Ab da war alles wie im Winterwonderland. Ich versuchte noch mein Glück und ging weiter. Der Gipfel war ja schon zum Greifen nahe. Laut Wanderführer* braucht man von der Prienerhütte noch ca. 45 Minuten bis zum Gipfel. 

Das muss doch machbar sein, dachte ich mir so insgeheim.

Bergwachthütte:

Also ließ ich die Prienerhütte links liegen und ging den Wanderweg weiter. Nach der nächsten Kurve war der Schnee schon so hoch, dass man keine Wege mehr ausmachen konnte.

Nach weiteren 300 Metern sank ich schon bis zu den Knöchel ein. Ich sah eine  Bergwachthütte in ca. 500 Meter Entfernung. Bis dahin wollte ich auf jeden Fall, denn dort oben hat man einen schönen Ausblick und Pause wollte ich eh schon länger machen. 

Also suchte ich mir einen Weg zur Hütte. Ich versank stellenweise bis zu den Knien. Ab diesen Zeitpunkt wusste ich, den Gipfel sehe ich heute nicht mehr.

Denn Sicherheit geht vor. Es passiert schon genug in den Bergen. Da muss ich nicht auch dabei sein. Wenn es nicht geht, dann muss man die Tour abbrechen. Aus diesem Alter bin ich raus, dass ich was beweisen muss.

Angekommen an der Hütte, trank ich meinen mitgebrachten heißen Tee und aß einen Apfel.

Kurz telefonierte ich noch mit Rita, um ihr meine Entscheidung mitzuteilen. Ich informiere Rita immer über meine Routen, denn man kann aufpassen,  wie man will, passieren kann immer was. Es gibt mir und Rita einfach ein besseres Gefühl.

Der Abstieg:

Nachdem ich ganz gemütlich den Tee getrunken und die Stille am Berg genossen habe, bereitete ich mich wieder auf dem Abstieg vor.

Beim Abstieg musste ich noch viel besser aufpassen, da man ja bei Schnee und Eis leichter rauf als runterkommt. Runter würde es schneller gehen, aber dafür hatte ich wirklich  keine Lust 😉

Aber es ist alles gut gegangen. Habe mir keine Haxen gebrochen 🙂

Gegen Mittag war ich dann wieder am Wanderparkplatz zurück. Am Camper angekommen, suchte ich in meinen Wanderführer* nach Bergtouren, die eine maximale Berghöhe von 1400 Metern aufweisen.

Spaziergang nach Sachrang:

Gegen 15 Uhr, ich hab mich von der Wanderung bereits erholt, zog ich wieder meine Schuhe an und ging zu Fuß die ca. 4 Kilometer nach Sachrang. Sachrang ist ja als Bergsteigerdorf prämiert, das wollte ich mir mal genauer ansehen.

Nach ca. 1,5 Stunden war ich dann wieder auf dem Wanderparkplatz am Camper.

Habe mir noch einige Wanderungen im Internet und im Wanderführer* angesehen, aber welche Wanderung ich am nächsten Morgen machen wollte, dass wusste ich noch nicht. Ich wollte das erst am nächsten Morgen spontan entscheiden.

Jetzt noch schnell was essen, mit Rita telefonieren, eine Serie auf Netflix ansehen und dann ab ins Bett.

Empfohlene Wanderkarten

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