Mit Fly zum Tierarzt

Noch auf dem Wanderparkplatz nach unserem Morgenspaziergang mit Fly, fiel uns auf, dass ihm die Spucke immer wieder aus dem Maul läuft und das seine Schnauze auf der rechten Seite geschwollen ist.

Man sah aber so weit nichts, aber es machte uns Sorgen und so überlegten wir, was wollen wir machen, die Reise abbrechen und nachhause zum Tierarzt fahren? 

Es beobachten und weiter fahren?

Wir entschieden uns für eine Zwischenlösung. Wir fragten Tante Google ob Tierkliniken in der Nähe wären und siehe da wir fanden einige in der Nähe von Dresden und welche in Thüringen. Da aber Thüringen wieder hinter uns lag und wir so wieder zurückfahren müssten, suchten wir weiter bei Dresden, wo wir  eh hin wollten.

Rita fand dann auch eine Tierklinik im Erzgebirge, und zwar in Marienberg, die gute Bewertungen laut Google auswies. Wir schauten auf Google Maps, wo diese genau liegt. 

Also entschieden wir uns dort anzurufen  und fragten um einen Termin. 

Dort wurde uns bestätigt, dass sie geöffnet haben und wir am nächsten Tag um 09:30 Uhr einen Termin für Fly bekommen würden. Den nahmen wir dankend an.

So, jetzt hieß es noch kurz recherchieren, wo wir schlafen könnten. Es sollte in der Nähe der Tierklinik sein, damit wir nicht allzu lang fahren müssten und was  man in der Nähe alles unternehmen kann.

Marienberg im Erzgebirge

Kurz in die Komoot App geschaut. Ja im Erzgebirge gibt es schöne Wandertouren. Also machten wir uns auf Richtung Erzgebirge. 

Gegen 17 Uhr kamen wir dann in Marienberg an, es war ziemlich viel Verkehr dorthin, wir standen ca. 1,5  Stunden im Stau.

In der Stadt wollten wir aber nicht stehen. Also suchten wir in der Umgebung. Wir fanden einen Übernachtungsplatz in der Nähe von Marienberg, der nur ca. 2 Kilometer von der Tierklinik entfernt war.

Wir gingen mit Fly noch spazieren, Fly zeigt nie, dass ihm was wehtut, er ist halt ein typischer Vertreter seiner Rasse. Machten uns noch was zu Abend und gingen recht früh zu Bett.

Mit Fly in der Tierklinik

In der Nacht wurde es richtig frisch, es war die erste Nacht auf dieser Reise, wo wir echt froh gewesen wären, wenn wir schon eine Standheizung eingebaut hätten. Am nächsten Morgen hatten wir noch 7 Grad im Innenraum. Das war schon ganz schön zapfig (kalt).

Noch einen Spaziergang mit Fly und dann ab zur Tierklinik.

Nach 10 Minuten Fahrzeit standen wir schon vor der Tierklinik.

Wir meldeten uns an und mussten wegen Corona draußen warten.

Nach kurzer Wartezeit kam auch schon eine Tierärztin. Diese war nett, machte aber keine Anstalten, den Fly zu untersuchen. Sie schaute von  weiten auf Fly und sagte uns, “das wäre bestimmt ein Insektenstich, der sich entzündet hat” Sie gab uns Antibiotika für Fly mit, wir waren 50 Euro ärmer und nach 15 Minuten waren wir wieder zurück am Camper.

Jetzt fragten wir uns, was machen wir jetzt.

 

Wandern im Schwarzwassertal

Fly war fit und wenn wir schon im Erzgebirge sind, könnten wir auch wandern gehen. 

Also suchten wir nach einer schönen Wanderung in der Nähe. Sind auch ziemlich schnell fündig geworden. Unser Ziel sollte an der “Schwarze Pockau” werden. Dort sollte es eine schöne Rundwanderung geben.

Also machten wir uns auf dem Weg dort hin. Fanden auch gleich auf dem Wanderparkplatz einen freien Platz. Schnürten unserer Wanderstiefel und auf gings. Es war wirklich eine sehr schöne Rundwanderung. Mehr Informationen über die Wanderung bekommt ihr hier.

Übernachtung am Wanderparkplatz

Gegen 16 Uhr waren wir wieder am Campervan. Wir überlegten, was machen wir jetzt. Da der Parkplatz bereits zu dieser Zeit leer war und wir auch kein Internet hatten, um weitere Übernachtungsplätze zu recherchieren, entschieden wir uns die Nacht dort zu verbringen.

Und wer hätte es gedacht, diese Nacht wurde sogar nochmals kälter. Am nächsten Morgen zeigte das Innenraumthermometer 5 Grad und das im September!

 

Übernachten auf einem Wanderparkplatz
Übernachtungsplatz im Erzgebirge

Eigentlich wollten wir nochmals von dort eine Wanderung starten, aber wir wollten auch nicht mehr frieren. So entschlossen wir nach dem Morgenspaziergang mit Fly, dass wir uns Richtung Dresden aufmachen.

Die Antibiotika schien auch schon zu wirken, da seine Schwellung sichtlich weniger war. Also alles gut, es war ein Insektenstich, na kann ja mal sein. Fly ist ja schließlich  ein Hund, der überall seine Nase reinsteckt 🙂

 

Fahrt auf der Porzellanstraße

Wir sahen, dass wir die Porzellanstraße Richtung Dresden fahren könnten also machten wir das auch.  So fuhren wir gegen 10 Uhr los Richtung Dresden.  Wir mussten schon langsam wieder mal unseren Wassertank auffüllen und die Toilette entsorgen. So  suchten wir auf der Route eine Ver – und Entsorgungstation. 

Fündig wurden wir in Freiberg. Dort gibt es einen Wohnmobilstellplatz am Schwimmbad mit Ver- und Entsorgung.

Duschen auf einem Autohof

Nach dem Stopp in Freiberg wollten wir noch Duschen, also suchten wir nach einem Autohof oder einer Autobahnraststätte, die auf dem Weg nach Dresden liegt.

Haben auch einen Autohof gefunden. Dort duschten wir und aßen unser spätes Frühstück.

Zum SB-Waschsalon

Frisch geduscht und gestärkt machten wir uns auf nach Dresden. Wir wollten in Dresden übernachten und in einem SB-Waschsalon Wäsche waschen.

Waschsalon Dresden
Waschsalon in Dresden

Übernachtung in Dresden

In Dresden fanden wir auch gleich einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Elbe. Es war halt kein typischer Instagram Parkplatz alleine mit toller Aussicht. Aber er war zentral und es war kein Verbot für Camping Fahrzeuge.

Campingverhalten zeigten wir natürlich nicht auf einen Stadtparkplatz. Wir stehen dort immer sehr unauffällig. Viele vorbeigehende Personen bemerken nicht mal, dass wir im Camper sind.  Der Waschsalon war auch fußläufig gut zu erreichen. Das passte alles. Dort auf dem Parkplatz standen auch noch zwei weitere französische Wohnmobilisten. Wir entschieden uns dort, die Nacht zu verbringen. 

Harry machte seinen großen Rucksack mit unserer Dreckwäsche voll und begab sich auf dem Fußmarsch zum Waschsalon.

Nach ca. 2,5 Stunden war Harry wieder mit frisch gewaschener Wäsche  am Camper.

Da es bereits 18 Uhr war, machten wir uns was Leckeres zu Essen und genossen am Abend das warme Wetter, es war kein Vergleich zum kalten Erzgebirge.

Zu dritt schlenderten wir am Abend an der Elbe entlang und genossen den warmen Sommerabend. 

Es war irgendwie ein komisches Gefühl, denn die letzten Wochen hatten wir keine  Ansammlungen von Menschen gesehen, aber hier in Dresden interessierte es anscheinend keinen mehr. So viele feiernde Menschen, die Grillten oder einfach feiernd an der Elbe saßen. Das war wirklich ein komisches Gefühl. 

Wir entschieden uns, dass wir morgen frühzeitig, bevor es voll wird, uns die Stadt anzusehen. Das hat sich jetzt auf der Reise immer als sehr gut bewährt, denn ab ca. 10 Uhr vormittags wirds in den Städten voll, da sind wir aber schon wieder weg 😉

Somit können wir ganz unbeschwert auch in der Corona-Zeit uns eine Stadtbesichtigung antun.  Harry hat eine chronische Lungenerkrankung, darum müssen wir auf jeden Fall aufpassen, dass sich keiner von uns infiziert.

Schreibe einen Kommentar