Es wurde mal wieder Zeit, denn ich wollte schon seit geraumer Zeit wieder zum Bergsteigen in den Chiemgau fahren. Leider waren die letzten Wochenenden wettertechnisch nicht so optimal. Entweder Dauerregen oder der Wetterbericht hatte stärkste Gewitter in den Alpen vorausgesagt.

Aber diesmal sollte alles passen und somit packte ich am frühen Freitagabend  den Van.

Essen, Wanderausrüstung und meine komplette Foto-und Videoausrüstung mussten eingeräumt werden. 

Das Ziel stand schon Wochen vorher fest. Ich wollte unbedingt nochmal auf den Geigelstein gehen.

Ich war zwar schon am Geigelstein im April 2021, kam aber ja leider wegen zu viel Schnee damals ja nicht zum Gipfel.

Diesmal sollte es aber nicht von Sachrang aus hochgehen, sondern von der Schlechinger Seite.

Dort gibt es einen schönen Wanderweg von Ettenhausen zum Gipfel.

Gegen 18 Uhr fuhr ich noch schnell zum Auto waschen, es war wirklich mal wieder nötig. Dann begann ich die Fahrt ins ca. 100 Kilometer entfernte Ettenhausen im Chiemgau. Die Fahrt führte mich über Altötting, Garching an der Alz und weiter über Chieming ins schöne Achental. 

Nachtlager in Ettenhausen

In Ettenhausen hatte ich bereits zwei Übernachtungsplätze herausgesucht. Mein Favorit ist ein Parkplatz direkt an der Tiroler Ache. Dieser hat auch ein paar Bänke und Tische und sogar ein Dixi Klo. Der Platz ist allerdings bei den Kanufahrern sehr beliebt und deswegen oft belegt.

Mein Ausweichparkplatz wäre der Parkplatz von der stillgelegten Geigelsteinbahn. Dieser kostet 2 Euro und somit wäre dies auch im Rahmen. Allerdings wollte ich das schöne Wetter am Abend noch genießen, um in der Natur zu essen und nicht die Zeit im Camper verbringen denn an der Tiroler Ache wird das sogenannte Wild campen toleriert.

Also fuhr ich an die Tiroler Ache und sah, dass es genau noch einen geeigneten Stellplatz für mich gab. Wunderbar. Schnell rückwärts eingeparkt und nach kurzen rundum Check für gut befunden.

Genau hinter meinen Van befand sich Tisch und zwei Bänke.Super, da konnte ich schön Abendessen.

Also Kühlschrank auf und Wurst, Käse und zur Feier des Tages auch ein Bier raus denn es war Bundesliga Auftakt. Das Eröffnungsspiel kam im Free- TV, dass ich mir auf meinem iPad ansah. 

Es war einfach herrlich. Die Temperaturen waren endlich sommerlich und so hatte es noch um 22 Uhr 21 Grad Celsius. Super, was will man mehr. Nach dem Fußballspiel bin ich aber in den Camper und habe mich schlafen gelegt. Ich  wollte frühzeitig am nächsten Morgen meine Wanderung zum Geigelstein beginnen.

Genieße die Aussicht vom Stellplatz

Am nächsten Morgen

Die Nacht verlief sehr ruhig und um fünf Uhr morgens klingelte der Wecker und holte mich aus meinen Träumen. 

Nachdem ich mir gerade das Kaffeewasser erhitzt hatte, begann es auf einmal stark zu regnen. Ich war total baff, denn eigentlich war kein Regen vorausgesagt worden. Der Regen war echt stark, dauerte aber nur 15 Minuten. Somit frühstückte ich erstmal in Ruhe, denn ich wollte meine Wanderung gegen 6 Uhr früh starten. Sonnenaufgang war 6:10 Uhr.

Meinen Wanderrucksack*, die Video*-und Fotokameras* hatte ich bereits am Vorabend bereitgestellt.

Gegen 6 Uhr  schnürte ich mir noch meine Wanderschuhe* und ging von der Tiroler Ache ca. 2 Kilometer Richtung Ettenhausen ,Geigelsteinbahn. Denn dort startete der Wanderweg zum Gipfel des Geigelsteins.

Der Weg zur Geigelsteinbahn ging über Feld und Wiesenwege. Es war ziemlich feucht und warm für die frühe Uhrzeit. Der Himmel war noch leicht wolkenverhangen aber die Regenwolken hatten sich bereits verzogen. Laut Wetterbericht sollte es ein großartiger Sommertag ohne Gewitter werden.

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Der Geigelstein

Gegen 06:30 war ich nun am Parkplatz Geigelsteinbahn. Dort ist der Wanderweg zum Geigelstein auch schon sehr gut ausgeschildert. Es geht über eine Forststraße hoch zur Breitsteinalm auf ca.1000 Metern.

Breitstein Alm

Weiter einfach den gut ausgeschilderten Wanderweg folgen. Diesen Aufstieg würde ich im Sommer nur am frühen Morgen machen, da man ab der Breitsteinalm immer in der Sonne geht. Es gibt ab dort keinen Wald bzw. Schatten mehr.

Murmeltiere

Weiter geht es zur Wirtsalm, ab dort war es nur noch ein Wanderweg und keine Forststraße mehr. Also ab jetzt wird der Anstieg auch anspruchsvoller und steiler.

Ab hier kann man auch Murmeltiere sehen. Leider sah ich keine.

Wer mehr über die Wanderung lesen will, hier ist die detaillierte Wanderung zum Nachlesen.

Angekommen auf dem Geigelsteingipfel

Oben auf dem Geigelstein angekommen, machte ich erstmal eine Pause, aß einen Müsliriegel, trank was und genoss für eine Zeit die schöne Aussicht.

Nach der Erholung schnappte ich mir meine Kamera* und das Teleobjektiv*und begann ein paar Fotoaufnahmen zu machen.

Der Abstieg

Nachdem die Fotos im Kasten waren, begann für mich der Abstieg. Da ich mir, wenn es irgendwie geht, meine Wanderungen als Rundwege lege, stieg ich jetzt auf dem Hauptweg Richtung Priener Hütte ab. 

Aber mein Ziel war nicht die Priener Hütte, sondern nach ca. 1 Kilometer kann man abbiegen und Richtung Kampenwand weiter gehen. Diesen Weg folgte ich nun, denn laut Karte kommt man nach ca. 3 Kilometer wieder zu einer Abzweigung und dort geht es dann wieder Richtung Ettenhausen.

Gipfelkreuz Geigelstein

Haidenholz Alm höchste Alm im Chiemgau

Es war ein sehr schöner Abstieg. Fast menschenleer. Bin froh, dass ich so früh mit der Wanderung gestartet bin, denn ab 10 Uhr war es echt schon ziemlich heiß und mir lief der Schweiß nur so runter. Wer jetzt erst im Tal losgeht, wird sich anschauen, dachte ich mir so.

Auf ca. 1300 Meter erreichte ich noch die Haidenholz Alm. Das ist die höchstgelegene Alm in den Chiemgauer Alpen.

Ab dort geht es leider bis zum Parkplatz Geigelstein nur noch über eine breite Forststraße ins Tal. 

Tiroler Ache

Wieder auf dem Parkplatz im Tal angekommen, ging ich wieder zurück zum Campervan an die Tiroler Ache.

Jetzt war der Platz bis auf den letzten Platz belegt. Viele Kanufahrer und Rafting-Anbietern holen hier ihre Boote aus dem Wasser. Diese kommen von Tirol die Tiroler Ache runter.

Nachdem ich kurz was gegessen hatte, überlegte ich mir, wie ich weiter verfahren wollte . Mein Plan war, am Sonntag noch den Kampenwand-Ostgipfel zu besteigen.

Ein kühles Bad im Wildbach

Entweder, ich fuhr jetzt nach Hohenaschau und suche mir dort einen Stellplatz für die Nacht, aber dort kann ich nicht Campen und somit müsste ich den ganzen schönen Nachmittag im Auto verbringen. Das wollte ich nicht. Also Planänderung. Ich ging erst mal runter an den Fluss zum Baden. Herrlich, diese Abkühlung. Das hat schon was, wenn man sich in einem kalten Gebirgsfluss abkühlen kann.

Tiroler Ache

Nützliche Literatur

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